Liebling: realer WALL-E

Bei meiner Suche nach einem ökologischen Lieblingsprodukt haben sich einige Fragen ergeben. Eine Auswahl der kniffligsten Fragen war: Sind langlebige, nachhaltige Produkte automatisch ökologisch? Macht Recycling ein unökologisch hergestelltes Produkt ökologisch? Sind unökologische Produkte die eine saubere Umwelt schaffen ökologisch?

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Bei der Recherche nach den größten Klima- und Umweltsündern habe ich am meisten von der wachsenden Belastung durch Plastikmüll gelesen. Das gesetzliche Verbot von Platikgeschirr und einigen Einwegprodukten aus Plastik sind verspätete Reaktionen.

Der Film WALL-E aus dem Jahr 2008 zeigt uns die Erde in ferner Zukunft von Müll überseht und Menschen verlassen. Stattdessen räumen personifizierte Roboter, wie der kleine WALL-E die Erde auf.

Ein Kickstarter-Projekt aus Chicago hat jetzt einen schwimmenden WALL-E, den „Trash Robot“ zur Reinigung der Flüsse Chicagos entwickelt. Beide Projekte schaffen schon bei den kleinsten ein neues Bewusstsein für die Umweltverschmutzung. Der „Trash Robot“ kann über eine zugehörige Website live-gesteuert werden. Für 10 Minuten darf man Plastikmüll auf der Wasseroberfläche einsammeln und Punkte sammeln. Ich habe mich schon für eine Runde angemeldet.

Zum Schluss nochmal das Problem des Plastikmülls in Zahlen. In den Ozeanen findet sich mittlerweile sechsmal so viel unorganisches, totes Plastik, wie lebendes Plankton. Auf einen Quadratkilometer Meeresoberfläche kommen so 18000 Teile Plastikmüll. Zwischen Kalifornien und Hawaii schwimmt ein Plastikteppich mit dem Gewicht von 3000000 Tonnen. Zum Vergleich eine 1L-PET-Mehrwegflasche wiegt ca. 100g.

HONDURAS-ENVIRONMENT-WASTE

Ein unvorstellbares Problem und viel Arbeit für den „Trash Robot“.