Lieblingsprodukt – veganes Kochbuch/Versuchung – Plastik

Mein Lieblingsprodukt ist ein veganes Kochbuch.

Für jeden von uns gibt verschiedene Gründe, um vegetarisch oder vegan zu leben. Neben der Tierethik und den allseits bekannten Zuständen in Mastanlagen, spielt die ökologische Thematik eine entscheidende Rolle.

Wer sich überwiegend pflanzlich (dazu bestenfalls regional und saisonal) ernährt, verringert seinen ökologischen Footprint, denn die Massenproduktion von tierischen Lebensmitteln verbraucht nicht nur mehr Ressourcen, sondern führt auch zu stärkerer Umweltverschmutzung.

Die landwirtschaftliche Tierhaltung sorgt für 18% mehr Emissionen, als der weltweite Transport. Darüberhinaus führt eine Überproduktion von Gülle zur Verunreinigung unseres Grundwassers. Zum Vergleich – die Massentierhaltung  in den Vereinigten Staaten erzeugt 130 Mal mehr Exkremente, als deren menschliche Einwohner.  Rund 70% des Trinkwassers gehen an die Landwirtschaft, ein Großteil davon an die Viehzucht. Täglich werden Wälder gerodert, um neue Fläche für Nutztiere, oder deren Nahrung zu schaffen, denn zur Produktion von einem Kilogramm Fleisch, benötigt man 5 – 12 Kilogramm Futter.

Laut einer Studie der Universität Halle zu unserer Ernährung in Deutschland, belasten wir eine Fläche von rund 194.600 Quadratkilometern, knapp 30 Prozent dieser Fläche liegt im Ausland und deren Produktion muss dementsprechend importiert werden. Die Importe bestehen unter anderem aus Tierfutter. Der Export von Futtermitteln, oder tierischen Produkten aus Deutschland , welcher in etwa der Fläche von Baden-Württemberg gleicht, ist um 36.600 Quadratkilometer kleiner, als der Verbrauch der importierten Fläche. Um diese Differenz auszugleichen, müsste unsere berechnete Fläche und deren pro Kopf- Verbrauch um ein Vielfaches sinken. Laut der Studie sei dies „Mit einer vegetarischen oder einer veganen Ernährung am effektivsten zu erreichen“

Aber nicht nur an Land führt die Produktion tierischer Lebensmittel zu einem ökologischem Ungleichgewicht. Das Ökosystem der Meere wird durch Überfischung und Verschmutzung zunehmend zerstört. Ein Drittel der fossilen Energien wird genutzt, um Nutztiere zu züchten.

Neben ethischen Gründen spielten vor allem die ökologischen Faktoren für mich eine Rolle, als ich beschloss, auf tierische Produkte zu verzichten. Ich hätte, als ehemals überzeugte Fleischesserin, früher nie gedacht, dass ich jemals ohne Probleme auf Tierisches verzichten und meine Liebe zum Kochen entdecken würde. Häufig lade ich Freunde zum Essen ein, auch die Fleischesser unter ihnen wurden noch nie enttäuscht.

Meine Größte Versuchung ist der Verbrauch von Plastik.

Obwohl ich weiß, wie viel Schaden Plastik in unserer Umwelt anrichtet und obwohl ich versuche meinen Plastikverbrauch, vor allem beim Einkaufen, einzuschränken, scheint es für mich unmöglich völlig davon loszukommen.
Zahnbürste, Plastiktüten vom Einkauf, Frischhaltefolie, verschweißte Gurken, Obstbecher, To-Go Verpackungen… all das hat sich dermaßen in unseren Lebensstandard integriert, dass wir uns diese Bequemlichkeit kaum wegdenken können.
Ich versuche jegliche Formen von Verpackungen zu vermeiden, vor allem Lebensmittel unverpackt zu kaufen und für den Einkauf immer die selbe Tasche zu benutzen. Oft erwische ich mich aber dennoch dabei, wie ich bei einem Kaffee To-Go schwach werde, oder wie ich im Supermarkt stehe und an der Kasse erst merke, dass ich nichts zum Tragen habe und schließlich zur Plastiktüte greifen muss.

Laut UNO landen jährlich 6 Millionen Tonnen Kunststoff-Abfall über die Flüsse in die Weltozeane. Schätzungen zu Folge werden 675 Tonnen Müll direkt über das Meer entsorgt. Eine Vielzahl verschiedenster Tierarten stirbt dadurch aus, weil sie am Plastikmüll ersticken. Auch am Strand findet man Tonnenweise nicht abbaubaren Verpackungs-Müll, der vermehrt Giftstoffe in die Atmosphäre freisetzt. Selbst der Sand unserer Strände besteht zu einem gewissen Prozentsatz aus Kunststoff. Vermutungen zu Folge verbreitet Plastik toxische und gefährliche Substanzen, in dem er sie „wie ein Schwamm aufsaugt“. Diese Gifte gelangen über die Fische auch in unsere Nahrung. Selbst wenn wir unseren Plastikverbrauch von heute auf morgen zu 100 Prozent senken würden, so würde der Müll, der bereits im Ozean gelandet ist, noch viele weitere Jahrhunderte durch die Strömungen in die Welt treiben.

 

Quellen:

http://www.co2-emissionen-vergleichen.de/Lebensmittel/CO2-Lebensmittel-Fleisch-Kaese.html

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/klimaserie-7-landwirtschaft-und-ernaehrung-magenprobleme/1640540.html

http://www.peta2.de/web/10gruende.1200.html

http://www.nutrition-impacts.org/media/2014%2009%20-%20PM.pdf

https://www.pik-potsdam.de/aktuelles/pressemitteilungen/archiv/2010/klimaschutz-durch-bewusste-ernaehrung

http://wcms.uzi.uni-halle.de/download.php?down=29562&elem=2676284

http://www.plastic-planet.de/hintergrund_plastikalsproblem.html

http://www.wwf-jugend.de/durchstarten/stoppt-den-plastikmuell/umweltproblem-plastik/