Lieblingsprodukt – Schurwolle/Versuchung – ZEWA

Ökologisches Lieblingsprodukt: Schurwolle
In unserer heutigen Zeit ist die eher traditionelle Alternative zur Baumwolle schon nahezu in Vergessenheit geraten. Obwohl Kuststofffasern schon vollkommen etabliert und in den meisten Kleidungsstücken enthalten sind, ist und bleibt die Baumwolle die Nummer eins in Sachen Textilgrundstoffe. Darauf folgt allerdings eine extrem hohe Nachfrage nach diesem auf den ersten Blick ökologisch nachhaltigen Naturprodukt, was wierderum zur Folge hat, dass es extrem unökologisch hergestellt wird. Denn der größte Teil Baumwolle wird schon seit jeher als Monokultur in den immergleichen Gebieten angebaut, was zu Auslaugung und Errosion des beackerten Boden führt. Außerdem wird für Baumwollplantagen abartig viel Wasser benötigt, was alles andere als natürlich oder ökologisch ist. Schurwolle hingegen, solange es nicht in Übergroßen Mengen in Form von Massentierhaltung produziert wird – was allerdings auch nicht der Fall ist – beeinflusst den Boden nicht künstlich, sondern nutzt ihn so, wie die Natur ihn zur verfügung stellt – ohne Dünger, ohne Pestizide, ohne Rodung. Zu dem kommt, dass Schurwolle weitaus mehr Wärme spechert als Baumwolle und so, als Kleidung getragen, einen geringeren Heizaufwand für Wohnräume ect. gewährleisten kann. Gerade zur kalten Jahreszeit gibt es doch nichts bessers als Socken, Pullover, Schals, Mützen, … aus Wolle. Wolle_1_titel2 Kopie
Meine größte Versuchung: ZEWA
Ob zum wegwischen von verschütteten Getränken, zum Putzen von Oberflächen oder Gemüse oder als Brandbeschleuniger zum Grillen. Der Griff zum Zewa ist stets einer der schnellsten. Obwohl es in den meisten Fällen durchaus nachhaltigere Produkte gibt – wie zum Beispiel einen LAPPEN – so ist es doch immer bequemer, und auch wenige Sekunden schneller, Zewa zu benutzen. Und nach der Nutzung landet Zewa auch nicht zum Recycling in der Papiertonne, sondern im Restmüll und erfordert komplett neue Erzeugung. Zewa – wisch und WEG, wie ja bereits der Slogan sagt.
Was vielen nicht bewusst ist, ist, dass zur Herstellung von Zellstoffpapier (auch im Gegensatz zu holzhaltigem Papier) sehr viel Bäume sterben müssen. Zwar werden hierfür lokale Holzvorkommen genutzt, die kreislaufartig wieder nachgezogen werden – was erstmal gut klingt – doch entstehen hier, ebenso wie bei der Baumwolle Monokulturen, was zu Auslaugung und Errosion des Bodens führt.

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